Andreas Thiemig, Cello, Standort: Kaufbeuren (Allgäu, Nähe München), Tel 0172/ 8224723 o. andreasthiemig@googlemail.com /
Wie schwer geht Cello?
Unter Cellomusik habe ich mich schon kurz mit der Frage befasst. Lassen wir die Koryphäen sprechen. Der große Pablo Casals (1876 - 1973) berichtet von einer Wanderung in den Pyrenäen in seinen jungen Jahren, bei dem ihm ein Steinschlag seinen linken Handknochen brach. Er war Anfang 20 und als Cellist schon bekannt, er verdiente schon länger seinen Lebensunterhalt mit Cellospielen. Sein erster Gedanke war: "Gott sei Dank - ich muss nie wieder Cello spielen!" Mein Lehrer Karl-Heinz Schröter war ein Enkelschüler von Pablo Casals (siehe hier), er äußerte sich niemals in so eine Richtung. Ich selbst habe dreimal im Leben über Jahre pausiert, einmal wegen des Wehrdienstes und zweimal wegen beruflicher Überlastung. Das macht übrigens nichts, es bleibt alles Geübte erhalten. Doch ich kann mit Meister Pau Casals mitfühlen. Cellospielen kann verdammt schwer sein. Wie sollte man Cello spielen lernen?
Cello spielen lernen: Intonation, musikalische Linie und Klang
Das sind die drei wesentlichen Schwerpunkte. Die Intonation muss natürlich stimmen (die Leute vergleichen heute alles mit der temperierten Stimmung aus der Konserve, die wiederum eine rechnergestützte blitzsaubere Intonation bietet). Der Klang entsteht in der Nähe des Stegs und erfordert Kraft und Geschmeidigkeit der rechten Hand. Die große musikalische Linie ist essenziell und unterscheidet großartige von nicht großartigen Musikern. Casals beherrschte sie wie kaum jemand, er spielt immer auf die Takt-Einsen zu. Wie wichtig das ist, hört man auch an scheinbar einfachen Stücken wie dem Bach Air:
http://konzert-am-frei-21-07-17.blogspot.de/
Manche Stücke wie die Gigue aus der sechsten Bach-Suite klingen nur dann gut (Bach hat die schwersten Doppelgriffe raffinierterweise auf die Takt-3 gesetzt, lasst Euch nicht irritieren, KollegInnen). Wenn nun jemand Cello spielen lernen möchte, übt er lange an der Intonation, doch die Linie ist noch wichtiger. Mein Lehrer Karl-Heinz Schröter schlug wütend auf den Tisch, wenn ich falsch betonte. Er war ein Enkelschüler von Pablo Casals.
nächstes Konzert Sonntag 24.02.19 Schloss Friedberg
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Manche Stücke wie die Gigue aus der sechsten Bach-Suite klingen nur dann gut (Bach hat die schwersten Doppelgriffe raffinierterweise auf die Takt-3 gesetzt, lasst Euch nicht irritieren, KollegInnen). Wenn nun jemand Cello spielen lernen möchte, übt er lange an der Intonation, doch die Linie ist noch wichtiger. Mein Lehrer Karl-Heinz Schröter schlug wütend auf den Tisch, wenn ich falsch betonte. Er war ein Enkelschüler von Pablo Casals.
nächstes Konzert Sonntag 24.02.19 Schloss Friedberg